Bereits in einer SR-Sitzung in 2008 wurde den damaligen Stadträten das Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig vorgestellt, das an die Opfer der NS-Zeit erinnern soll. Auch in Wörth gab es jüdische Familien, die Opfer dieser Gewaltherrschaft wurden. Die im Gehweg eingesetzten Bronzesteine sollen an den letzten Wohnort dieser Menschen erinnern. Inzwischen an über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas „Stolpersteine“ verlegt.

Von der Deportation betroffenen waren in Wörth die Familien Fernheimer, Berliner, Hermanns und Stern. Sie wurden in verschiedene Lager, wie Theresienstadt, Auschwitz, Treblinka, Krasnystaw und Izbica deportiert, wo sie umgebracht wurden.

Alle Stadträte waren der Meinung, dass auch in Wörth dieser Teil der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Gedenkform war das Einverständnis der Hinterbliebenen der jüdischen Familien.

Die Rückmeldungen der Hinterbliebenen zu den Stolpersteinen waren durchwegs positiv und ein Andenken in der angedachten Form entspräche ihren Vorstellungen.

Mit den derzeitigen Hauseigentümern wurde Kontakt aufgenommen, um das Einverständnis mit der Verlegung von Stolpersteinen vor ihrem Anwesen einzuholen.

In der BKSA-Sitzung am 24. Juni 2015 wurde die Verlegung der Stolpersteine beschlossen. Weiterhin soll eine Gedenktafel am Bürgerhaus angebracht werden, mit den Namen der Opfer und die Standorte der Häuser in denen sie gelebt haben.

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