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Wahlprogramm
Programm der Freien Wähler 2008 - 2014
Die Freien Wähler streben in Zusammenarbeit mit den übrigen Gruppierungen im Stadtrat eine Politik an, die dem Wohle aller Bürger von Wörth dient. Die anfallenden Entscheidungen sollen von Nachhaltigkeit geprägt sein und müssen den Belangen der Ökonomie und Ökologie Rechnung tragen. Aufgrund der angespannten Finanzsituation ist der Handlungsspielraum unserer Stadt beschränkt. Trotzdem müssen in der kommenden Legislaturperiode die Pflicht- und Hausaufgaben gemacht werden. Die noch ausstehenden Wasserleitungs-, Kanal- und Straßensanierungen in Neuwörth und die Umgestaltung des Bahnhofumfeldes bleiben primäre Aufgaben für den neuen Stadtrat und den Bürgermeister. Trotzdem sollten auch wünschenswerte Projekte im Auge behalten werden.
Die Mandatsträger müssen für den Bürger erreichbar bleiben
Ein Hauptziel, das auch die bisherige FWG – Politik so erfolgreich gemacht hat, ist und bleibt die Nähe zum Bürger. Sie ist die Grundlage um Probleme und Nöte der Einwohner aufgreifen und einer unbürokratischen und schnellen Lösung zuführen zu können. Dabei muss Ehrlichkeit Vorrang haben. Man sollte auch den Mut haben, unbequeme Entscheidungen zu erklären und durchzusetzen.
Stärkung und Unterstützung der Vereine
Unsere Vereine betreiben praktische Sozialarbeit an vorderster Front. Jugendliche finden in den Vereinen nicht nur Betreuung und Halt, sondern lernen auch das soziale Miteinander. In zunehmendem Maße nehmen die Angebote für Erwachsene an Bedeutung zu. Die Menschen werden älter und sie bleiben länger fit und mobil. Aus diesen Gründen werden die Ansprüche an die Erwachsenenbetreuung immer höher und umfangreicher. Gerade der Seniorenbereich wird in Zukunft einen noch größeren Raum einnehmen als bisher. Ziel wird es sein, die einzelnen Gruppen nicht isoliert zu sehen, sondern Konzepte zu entwickeln die, die Generationen auch zusammen bringen. Die Vereine verdienen deshalb jede Unterstützung und Förderung durch die Kommune. Die vielen ehrenamtlichen Helfer müssen das Gefühl bekommen, dass ihre Arbeit voll anerkannt und in höchstem Maße geschätzt wird..
Stadtentwicklung, Baugebiete, Industrie- und Gewerbegebiete
Schaffung von kostengünstigem Bauland für junge Familien mit Maß und Ziel. Die Stadt darf dabei die Kostenbelastung und negative finanzielle Auswirkungen nicht aus den Augen verlieren. Für den Bereich Alt- und Neuwörth müssen Anreize geschaffen werden, die einer Verödung und dem Leerstehen von Wohnungen und Häusern entgegen wirken. Innerörtliche Baulücken sollen geschlossen werden ( z. B. Cäsar–Fuchs–Str. ).
Für die Schaffung von heimatnahen Arbeitsplätzen müssen die Industrie- und Gewerbegebiete „Zwischen den Bächen“ und „Weidenhecken“ baldmöglichst zur Baureife gebracht werden. Ziel muss es sein, die städtischen Finanzen durch Ansiedlung von Industrie und Gewerbe nachhaltig zu stärken.
Durch eine intelligente Verkehrsführung muss der innerstädtische Bereich weitgehend von Schwerlastverkehr entlastet werden.
Ökologie und Umweltschutz
Für die öffentlichen Gebäude muss ein Energiesparkonzept entwickelt werden bei dem alle Möglichkeiten der Energieeinsparung geprüft werden. Bei der Entwicklung von neuen Bebauungsplänen müssen die Regenwassernutzung, die Regenwasserversickerung und der Einsatz von erneuerbaren und alternativen Energien berücksichtigt werden. Erstellung eines Kontos für ökologische Ausgleichsflächen.
Städtische Finanzen
Der planmäßige Schuldenabbau muss unbedingt weiter verfolgt werden. Ziel muss es sein, die Gewerbesteuereinnahmen durch Ansiedlung von neuen und die Unterstützung von bereits bestehenden Betrieben zu stabilisieren und zu erhöhen. Größere Zuwächse im Einkommenssteuerbereich können nur durch Zuzug von jungen Familien erreicht werden.
Schule und Ganztagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen
Die begonnene Ganztagsbetreuung muss weitergeführt und ausgebaut werden. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen, eine gebundene Ganztagsschule mit der Erhaltung des Schulstandortes Wörth, auch für die Hauptschule, zu erreichen. Die Kindertagesstätten mit Kindergarten- und Krippenplätze fordern die volle Unterstützung und Weiterentwicklung.
Städtische Verwaltung und Bauhof
Die Verwaltung und der Bauhof müssen neu strukturiert und organisiert werden. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter sollen wieder mit Lust und Motivation an ihre Arbeit gehen können.
Mit der Errichtung eines virtuellen Rathauses soll dem berufstätigen Mitbürger die Gelegenheit gegeben werden, einfache Dienstgeschäfte von Hause an seinem PC zu erledigen. Dafür ist es nötig, den Internetauftritt der Stadt zu einem virtuellen Rathaus auszubauen.
Städtepartnerschaft mit Honfleur
Die freundschaftlichen Beziehungen durch Vereine und private Kontakte sollen vertieft, gefördert und unterstützt werden.
Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen
Mit den Nachbarkommunen müssen Gespräche geführt werden, in denen sondiert wird, auf welchen Gebieten eine sinnvolle Zusammenarbeit und Kooperation stattfinden kann.
